Grund- und Förderschule Paulckestraße, München

Energetische Sanierung und Brandschutzsanierung

Leistungsbild

  • Bestandsaufnahme/Planung
  • Ausschreibung, Vergabe
  • Objektüberwachung
  • Brandschutzkonzept

Mitarbeit

  • Philipp Graf Hoyos
  • Andreas Adlkirchner
  • Sarah Urrigshardt

BGF:   9.500 m²

Bausumme:   4,5 Mio. €

Fertigstellung:   2011

Bearbeitung 2001-2012: sitzberger, hoyos architekten

 

Herausforderung

Die Grund- und Förderschule an der Paulckestrasse 10 liegt im Münchener Stadtteil Hasenbergl. Es steht die energetische Sanierung des Schulgebäudes aus den 60er-Jahren an. Das Hauptgebäude besteht aus zwei dreigeschossigen, ost-west-orientierten Gebäuderiegeln mit Klassenzimmern, die über drei Verbindungstrakte verbunden und erschlossen werden. Ebenso weisen die seit Errichtung der Turnhalle nicht veränderten Räumlichkeiten haustechnische Mängel auf und entsprechen in ihrer Dimensionierung nicht mehr den aktuellen Anforderungen.

 

Lösung

Das Schulgebäude wird als Konjunkturmaßnahme mit Errichtung von vier mobilen Schuleinheiten während der Bauzeit in acht Bauabschnitten modernisiert.

Die Gebäudehülle wird energetisch saniert. Hierzu wird ein Wärmedämmverbundsystem aus Mineralwolle und Dickputzsystem aufgebracht und alte Holzfenster gegen Holz-Alu-Fenster ausgetauscht. Noch nicht gedämmten Geschossdecken begegnen wir mit einer Einblasdämmung auf Zellulosebasis. Energetisch noch tragfähige Bauteile wie zwischenzeitlich eingebaute Aluminiumfenster, bereits sanierte Gebäudeteile oder die Pfosten-Riegel-Fassaden der Treppenräume bleiben von der Maßnahme unberührt. Ein neues Farb- und Materialkonzept fasst den Gebäudekomplex gestalterisch zusammen: Rotbraun geklinkerte Giebelwände und rostrote Aussenwände sowie graue Fenster- und Türrahmen treten in einen interessanten Kontrast zu der in frischem Grün gehaltenenen Sonnenschutzanlage. Somit erhält die Schule ein neues, freundliches Gesicht.

In einem letzten Auftragsschritt wird eine Vordachkonstruktion am Hauptgebäude erstellt.

Die Neuorganisation und -gestaltung der Turnhalle ermöglicht eine Funktionserweiterung der Nebenräume. So findet neben Umkleiden, Sanitärräumen und Lagerflächen auch die Sozialstation mit einem „Cool-Down-Raum“ Platz. Ebenfalls wird durch die neue Gliederung eine sinnvolle Zonierung und Wegführung geschaffen, sowie eine Verbesserung bei
Veranstaltungen und Theateraufführungen in der Halle. Ein Farbkonzept in kräftigen Gelb-, Orange- und Rottönen findet sich im Fliesenmosaik der Saniätärräume oder in der Gestaltung des Eingangsbereichs wider.

Fotografie: Anton Brandl